Am 10. September 2026 fand um 19,00 Uhr im BMA ein Treffen des Organisationsteams Dorftreff statt. Anwesend waren Ralf Moltraßi, Heiko Stöcker, Rüdiger Lange, Jürgen Hebel, Annemarie Sommer, Sarah Hild und Christian Meutsch. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand die Planung des diesjährigen St.-Martinszuges.
Zu Beginn berichtete Jürgen Hebel von einem vorbereitenden Treffen mit Johanna Horstkamp-Fischer, Jana Müller und Annemarie Sommer, das auf Initiative von Johanna Horstkamp-Fischer stattgefunden hatte. Gegenstand dieses Gesprächs war insbesondere die Weiterentwicklung des Freizeitangebots für Kinder und Jugendliche. In diesem Zusammenhang wurde auch der im Untergeschoss des DGH befindliche Jugendraum thematisiert. Dieser befindet sich derzeit in einem schlechten Zustand und soll am Montag, dem 14. September 2026, vollständig ausgeräumt werden. Anlass hierfür ist die für die Kalenderwoche 38 angekündigte Sperrmüllabholung in der Gemeinde.
Darüber hinaus hatte Johanna Horstkamp-Fischer im Rahmen dieses Treffens auch die bisherige Gestaltung des St.-Martinszuges angesprochen und erste Vorschläge für eine mögliche Neuausrichtung unterbreitet. Jürgen Hebel stellte diese Überlegungen anschließend dem Organisationsteam vor.
In den vergangenen Jahren trafen sich an St. Martin die Kinder, Eltern und Großeltern am 11. November am Kindergarten. Von dort aus wurde der Zug, begleitet durch die Feuerwehr und Musiker, über die Schulstraße, die Erlengasse, Am Wassergraben und die Burgstraße bis zum ehemaligen Festplatz in der Burgstraße geführt. Dort erwarteten die Kinder ein großes St.-Martinsfeuer, warmer Kinderpunsch und Martinsbrezeln. Im Rahmen der Besprechung wurde jedoch darauf hingewiesen, dass die Begleitung des Zuges durch die Freiwillige Feuerwehr in der bisherigen Form rechtlich und organisatorisch eine gewisse Grauzone darstellt.
Vor diesem Hintergrund wurde angeregt, die Veranstaltung grundsätzlich zu überdenken und in veränderter Form durchzuführen. Eine erste Überlegung sah vor, den Treffpunkt künftig am DGH einzurichten. Im dortigen Saal könnte entweder ein Film über St. Martin gezeigt oder die Martinsgeschichte durch Jörg Klause in Form einer Lesung vermittelt werden. Auf diese Weise könnten den Kindern die Hintergründe und die Bedeutung des Martinsfestes nähergebracht werden.
Im Anschluss daran könnte der Martinszug vom DGH aus über den Mühlenweg, den Verbindungsweg zwischen dem Mühlenweg und der Straße Im Mühlenweg sowie über die Straße Im Mühlenweg und die Wiedstraße wieder zum DGH zurückgeführt werden. Dort würde die Veranstaltung mit einem kleineren Martinsfeuer in einer Feuerschale ausklingen. Die Ausgabe der Martinsbrezeln und des Kinderpunsches könnte ebenfalls am DGH erfolgen.
Als wesentlicher Nachteil wurde jedoch das kleinere Martinsfeuer genannt, da gerade das große Feuer auf dem Festplatz bei den Kindern traditionell besonders beliebt ist. Zwischenzeitlich wurde auch erwogen, die Veranstaltung zunächst mit einer Geschichte oder einem Film im DGH beginnen zu lassen und anschließend zum ehemaligen Festplatz weiterzuziehen. Diese Möglichkeit wurde jedoch aufgrund des damit verbundenen organisatorischen Aufwands verworfen. Für die Überquerung der Hauptstraße L 292 wären eine entsprechende Genehmigung sowie voraussichtlich eine Straßensperrung erforderlich. Der hierfür notwendige Aufwand wurde als unverhältnismäßig eingeschätzt.
Im weiteren Verlauf der Diskussion entstand schließlich die Idee, künftig auch die einzelnen Ortsteile stärker in die Veranstaltung einzubeziehen und den St.-Martinszug jährlich in einem anderen Ortsteil stattfinden zu lassen. Für das Jahr 2026 wurde der Ortsteil Langenbaum vorgeschlagen. Nach derzeitigem Planungsstand könnte sich die Teilnehmergemeinschaft am 11. oder am 13. November 2026 um 17:30 Uhr bei „Schlosser Heinz“ an der Halle im „Gartenweg“ versammeln. Von dort aus würde der Zug über die Straße „Im Elsestück“, den „Kirchweg“ und die „Langenbaumer Straße“ bis zur Grillhütte führen.
Bereits bei der Aufstellung „Im Elsestück“ könnten Martinslieder musikalisch begleitet und gemeinsam gesungen werden. Mithilfe einer Musikanlage mit Mikrofon und Lautsprechern wäre es außerdem möglich, dass St. Martin die Martinsgeschichte vorliest. Ein weiterer Halt könnte in der Mitte der „Langenbaumer Straße“ eingelegt werden, um auch dort gemeinsam zu musizieren und zu singen. Für eine ausreichende Beleuchtung wären Stirnlampen oder leistungsfähige Akku-Strahler einzusetzen.
An der Grillhütte würden die Kinder wie in den vergangenen Jahren ein großes Martinsfeuer, Martinsbrezeln und Kinderpunsch erwarten. Für die erwachsenen Teilnehmer könnten ebenfalls Getränke ausgeschenkt werden, allerdings nur in einem angemessenen und an den Vorjahren orientierten Umfang. Es wurde ausdrücklich betont, dass die Veranstaltung keinesfalls den Charakter einer Trinkveranstaltung annehmen dürfe. Im Vordergrund sollten vielmehr die Kinder und deren Freude am Martinsfest stehen. Dies sei von den Eltern sowie allen anwesenden Erwachsenen entsprechend zu berücksichtigen.
Voraussetzung für die Umsetzung dieser neuen Form der St.-Martinsveranstaltung ist die Genehmigung durch das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde. Der erforderliche Antrag soll durch die Ortsgemeinde Steinebach an der Wied gestellt werden.
Jürgen Hebel,
Schriftführer