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Steinebach an der Wied mit den Ortsteilen Schmidthahn, Langenbaum und Seeburg

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An der Südgrenze der Verbandsgemeinde Hachenburg, im nordwestlichen Teil des Westerwaldkreises, an der Westerwälder Seenplatte und der Wied, liegt der Ort Steinebach an der Wied. Steinebach an der Wied wurde am 7. Juni 1969 aus den Gemeinden Schmidthahn und Steinebach neu gebildet.

Heute besteht die Gemeinde, die zurzeit 867 Einwohner hat, aus den Ortsteilen Steinebach, Schmidthahn, Langenbaum und Seeburg. Letzterer liegt am Westufer des Dreifelder Weihers und hier wurde im Jahre 1706 der erste Fürst zu Wied (ab 1784) Fürst Johann Friedrich Alexander zu Wied-Neuwied geboren.

Nördlich und westlich grenzt der Staatsforst Hachenburg an; im Norden liegt der Gitzebeul (494 m), im Osten der Wildenhahn (497 m) und im Westen der Hartenfelser Kopf. Sportliche und Erholungssuchende finden herrliche Rad- und Wanderwege, sowie zahlreiche Ruhebände. Südlich des Ortes im Bereich des Oberlaufs der Wied verläuft ein Abschnitt der schönen Wanderstrecke 7-Weiher-Weg. Hier wurde ein Skulpturenpark eingerichtet, der einen kulturhistorischen Bezug zur Umgebung herstellt. Es handelt sich um eine Basaltsäule, eine Frauenfigur, ein symbolisiertes Wiesenwehr, ein Pilgerkreuz und ein Quellensymbol.

In Steinebach fließen der Wied mehrere Flüsse zu, wie der Fehlchesbach (von rechts, südlich von Steinebach), der Steinebach (von rechts, südöstlich des Ortskerns) und im westlichen Gemeindegebiet der Hartenbach.

Ebenfalls im Ortsteil Steinebach befindet sich die Ruine der Burg Steinebach. Ausgehend von den baulichen Eigenschaften handelt es sich um eine Niederungsburg aus dem späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert.[9] Es sind nur noch eine Tordurchfahrt sowie Wassergräben sichtbar.

Das kulturelle Leben wird von den Vereinen gestaltet, es finden sich hier eine Kirmesgesellschaft, ein Gemischter Chor, ein Männergesangverein, der schon im Jahre 1849 gegründet wurde!, ein Frauenchor und ein Provinztheater sowie eine Freiwillige Feuerwehr.

Neben verschiedenen Gewebebetrieben teilt sich die Ortsgemeinde Steinebach an der Wied mit den Nachbarortschaften Dreifelden, Linden und Lochum das Gewebegebiet Seenplatte in Linden. Die hiesige Kindertagesstätte verfügt über 75 Plätze, davon sind 49 Ganztagsplätze und 18 Plätze für Kinder unter 3 Jahren. Träger der Kindertagesstätte DreiLindenStein ist der Kindergarten-Zweckverband Steinebach an der Wied. Der Zweckverband stellt, was man wegen des Namens der Einrichtung schon vermuten kann – einen Zusammenschluss der Ortsgemeinden Dreifelden, Linden und Steinebach an der Wied dar, um gemeinsam und interkommunal die Kindertagesstätte zu unterhalten und zu betreiben.

Erst seit Kurzem findet sich in einem ehemaligen Buswartehäuschen eine „Bücherei“. Hier können ganz ungezwungen kostenlos Bücher ausgeliehen werden.

Im Zentrum von Steinebach wurde 2015 ein neues Dorfgemeinschaftshaus mit integriertem Jugendraum errichtet, was seinem Namen alle Ehre macht und die Dorfgemeinschaft immer wieder aufs Neue zusammenführt, aber auch für viele private Feierlichkeiten einen stilvollen Rahmen bietet.

Autor: Jürgen Hebel